Die Stufen des kreativen Schaffensprozesses

Die erste Stufe besteht darin, die Frage vorzubereiten oder zu formulieren, die die schöpfende Person mit einer Lösung oder Idee anzugehen versucht. Dies ist die Zeit, in der das Problem identifiziert wird, und es geht darum, zu lernen, wie man die richtige Frage stellt, bevor man mit dem eigentlichen Entstehungsprozess beginnt.

Danach kommt die Phase der Recherche und des Lernens über das Problem des Interesses. Dies sollte in ausreichendem Maß geschehen, um eine gute Vorbereitung auf alle relevanten Aspekte des Problems zu gewährleisten, ohne sich in einer überwältigenden Menge an Details zu verlieren.

Die dritte Stufe des kreativen Prozesses ist definiert als Inkubation bzw. die Phase, in der ein einzelner Denker die Frage und alle damit verbundenen Informationen, die er erworben hat, in sich aufnimmt, sodass das Unterbewusste daran arbeiten und neue Assoziationen bilden kann.

Im Eureka-Moment nimmt der Einzelne eine neue mögliche Lösung oder Interpretation der Frage, die er zu behandeln versucht, wahr. Ideen und plötzliche Inspiration drehen sich nicht immer um die Frage oder das Problem, an dem man direkt arbeitet. Oft haben wilde Ideen scheinbar nichts mit dem Problem zu tun haben, manchmal scheinen sie so abwegig, dass man sie sofort entsorgt. Dennoch hat die kontinuierlichen Erfassung von Ideen, egal wie klein oder nutzlos diese erscheinen mögen eine wichtige Bedeutung, denn allzu oft geht eine großartige Idee verloren, weil man sie nicht erfasst oder für albern hält. Auf diese Weise sind viele Ideen verloren gegangen.

Die Phase nach dem Eureka-Moment ist die Zeit, in der eine Idee in die Welt getragen wird. Diese Phase ist besonders herausfordernd, da sie oft mit einem erheblichen Maß an Selbstzweifeln und Angst vor dem Scheitern verbunden ist, verbunden auch mit der Möglichkeit, dass die Idee im wirklichen Leben möglicherweise nicht so erfolgreich oder effektiv ist.

Die sechste Stufe des kreativen Prozesses besteht darin, Feedback oder Kritik von anderen über das Objekt der Schöpfung zu erhalten.

Die siebte Stufe beinhaltet den iterativen Prozess, indem die Erstellung entweder überarbeitet oder hinsichtlich ihrer Relevanz und Effektivität neu bewertet wird. Danach gibt der Schöpfer seine Kreation frei oder wendet sie auf das reale Leben an, unabhängig davon, ob es sich dabei um die Freigabe eines Produkts an die Öffentlichkeit oder die Veröffentlichung oder Ausstellung eines Kunstwerks handelt. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Phasen nicht unbedingt linear sind, da man im Eureka-Moment beginnen und rückwärts und so weiter arbeiten kann.

Anmerkung: heureka! = ich habe [es] gefunden, ist der Ausruf des griechischen Mathematikers Archimedes bei der Entdeckung des hydrostatischen Grundgesetzes, als er in seiner Badewanne saß.